Ein Turniertag wie er sein sollte….

Ein Turniertag wie er sein sollte….

Es ist Samstag Morgen 5 Uhr und der Wecker klingelt. Eigentlich könnte man jetzt ausschlafen, aber nein wir stehen auf, denn heute gehen wir aufs Turnier. Zuerst in den Morgenmantel geschlüpft und raus in den Stall die Pferde füttern. Schliesslich sollen die ja vor der Abfahrt gefressen haben. Danach ab ins Bad, frühstücken und Pferde putzen. Nachdem alles im Auto verstaut ist und der Anhänger fertig für das Pferd ist, werden dem Pferd die Transportgamaschen angelegt und los geht´s.

Nach ca. 1 Stunde Fahrt sind wir auf dem Turnierplatz angekommen. Viele müde Gesichter gibt es dort zu sehen. Kein Wunder es ist gerade mal 7 Uhr. Erster Gang erfolgt zur Meldestelle. Dort werden die Starterlisten studiert und nachgesehen wann man dran ist. Kurz noch den Abreiteplatz und das Prüfungsviereck angesehen, dann geht´s schon los zum Satteln und Trensen.

Am Abreitplatz angekommen wird erstmal die Startertafel kontrolliert und ich lasse mich abhaken. Mein Pferd wird am Turnier genauso geritten wie zu Hause auch. Also erstmal vorwärts abwärts dehnen in allen 3 Gangarten. Wenn mein Pferd schön locker und entspannt ist, kann ich die Zügel etwas mehr aufnehmen und zu arbeiten beginnen. Im Idealfall habe ich immer eine weitere Person mit am Turnier, die die Starter im Überblick hat und mir immer sagen kann wann ich dran bin, denn das Pferd sollte ja auch genau richtig abgeritten werden. Kurz bevor man dran ist, darf man mit dem Pferd das Viereck etwas besichtigen. Meist gibt es ein sogenanntes Vorbereitungsviereck. Nachdem der Starter vor mir seine Aufgabe beendet hat, darf ich in das Viereck und meinem Pferd alles zeigen. Die Richter klingeln sobald ich mit der Prüfung beginnen soll. Bei Einzelaufgaben habe ich dann ca. 1 Minute Zeit meine Grußaufstellung zu machen und zu grüßen. Die Aufgabe beginnt.

Aufgabe zufrieden zu Ende geritten und das Pferd fleissig gelobt erwarte ich auf dem Abreiteplatz meine Bewertung. Danach wird das Pferd noch etwas trocken geritten. Je nachdem wie gut man war, wird das Pferd auf dem Anhänger gestellt, oder man bleibt in der Nähe des Vierecks zur Siegerehrung.

Nach der Siegerehrung wird das Pferd abgesattelt und für den Transport mit dem Anhänger fertig gemacht. Pferd verladen und ab gehts nach Hause.

Es ist sehr wichtig den Pferden beim Turnier Ruhe und Sicherheit zu vermitteln. Die meisten Pferde sind am Turnier nervös, drücken dies jedoch in den unterschiedlichsten Arten aus. Der eine ist total in sich hinein gekehrt, das andere Pferd ist total nervig und kann nicht mehr still stehen. Dies alles sollte man beachten und versuchen es dem Pferd angenehm zu machen und Geborgenheit zu geben.

Reitturnier rot