Der trockenste Frühling seit über 100 Jahren

Die Meteorologen sagen, daß dies der trockenste Frühling seit über 100 Jahren ist. Die Pferde freuen sich, denn die Koppelsaison hat dieses Jahr schon sehr früh begonnen und dauert ununterbrochen an. Oft muß man im Frühjahr bei längeren Regenperioden die Koppeln sperren, da die Böden matschig werden. Gerade wer seine Pferdekoppeln auf Lehmböden hat, kann ein Lied davon singen wie schnell so ein Koppelboden nach Regenfällen uferlos wird. In diesem Frühjahr sind die Weideböden sozusagen „Brottrocken“. Selbst das Wasser der wenigen heftigen Regenfälle, die im Zusammenhang mit Gewittern aufgetreten sind, wurde vom Boden wie Löschpapier aufgesaugt. Die Böden sind jetzt rissig und extrem hart.

Die Trockenheit bringt aber auch in der Pferdehaltung Probleme mit sich. Die Hufe unserer Pferde benötigen ausreichend Feuchtigkeit und diese erhalten sie im Moment auf natürliche Weise nur noch durch taunasses Gras in den Morgenstunden auf der Koppel. Dies ist aber oftmals nicht ausreichend. Die Hufe sind extrem trocken und können brüchig und rissig werden. Daher ist es zur Zeit empfehlenswert die Hufe mindestens 1 x am Tag abzuspritzen bzw. noch besser ca. 15 Minuten ins Wasser zu stellen. Diejenigen, die über eine Pferdeschwämme verfügen, haben es da leicht. Auch Bäche und Weiher in der Nähe können hier sehr hilfreich sein. Wer von alledem nichts hat, kann die Hufe mindestens einmal täglich mit Lorbeeröl einfetten. Dadurch bleibt das Hufhorn elastisch.

Leider hält sich aufgrund der Trockenheit auch das Graswachstum in Grenzen. Die Heuernte dürfte dieses Jahr sehr mager ausfallen, was mit Sicherheit die Heupreise in die Höhe treiben wird. Gleiches gilt auch für´s Getreide.

Die jetzt schon anhaltende konstante Wärme hat die Entwicklung der Insektenlarven vorangetrieben. Bereits vor 3 Wochen konnten schon Bremsen gesichtet werden. Normalerweise schlüpfen Bremsen erst im Juni aus Ihrer Mumienpuppe. Unsere Pferde leiden bereits jetzt unter diesen Plagegeistern.

Haflinger

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